Endstation „I like“ – Eine Reise durch den Social-Media-Dschungel. So funktioniert das Social Media Marketing heute im Netz

Allgemein, Digital Marketing
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Im Social-Media-Jungle spielen diverse Faktoren eine Rolle.

Egal ob Großkonzern, KMU oder Start Up: Am Social-Media-Marketing führt kein Weg mehr vorbei. Und weil Social Media keine Wissenschaft ist, funktioniert auch das Prinzip Learning by Doing bei der Umsetztung. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich allerdings häufige Fehler vermeiden. Wichtig ist, sich klare Ziele im Social-Media-Marketing zu setzten und diese als Teile der unternehmerischen Kommunikationsstrategie zu sehen. Was zudem oft unterschätzt wird: Das richtige Social-Media-Marketing erfordert Zeit, Expertise und Manpower. Denn jeder Post, der Fans und Follower erreichen soll, ist vergleichbar mit einem Produkt, das erst in vielen Arbeitsschritten produziert und dann vermarktet werden muss. Mit diesen 8 Stationen gelingt Ihnen der Einstieg in das Social-Media-Marketing.

#1 Halt: Die Wahl des richtigen Kanals

„Go fishing where the fishes are“

Allein Facebook stellt dem Social-Media-Marketing über 1,7 Milliarden „Fische“ zur Verfügung. Die Kanalwahl differenziert nach Produkt und Zielgruppe. „Fische“ surfen dabei zu verschiedenen Zeitpunkten auf unterschiedlichen Plattformen.

Um auch den richtigen Fisch an die Angel zu bekommen finden sich hier die wichtigsten Kanäle im Schnell-Check:

  • Facebook ist durch seine heterogenen Nutzer bestens geeignet Markenaufmerksamkeit zu generieren.
  • Instagram ist prädestiniert für Marken, die bildstark sind und sich über Emotionen steuern lassen, wie etwa im Beriech Mode und Automobil.
  • Google+ bietet sich an, um meist männliche Fische zu erreichen, die seht technologieaffin sind.
  • Über Pintarest können Unternehmen vor allem Frauen, die sich für Schmuck und Mode interessieren gut ködern. Auch der Food-Bereich sollte diese Plattform im Beuteschema haben.
  • XING und LinkedIn spielen im B2B eine wichtige Rolle.
  • Twitter eigent sich für newsgetriebene Seiten.
  • Bei Snapchat tummeln sich weltweit erst 200 Millionen Fische. Diese Plattform ist noch relativ unverbraucht
  • Youtube

Es kommt natürlich auch auf den richtigen Kanalmix an, um möglichst viele Fische zu fangen. Dabei spielt natürlich auch die Reichweite der Kanäle eine wichtige Rolle.

 

#2 Halt: Zielgruppenorientierung und Vernetzung

Hat man den richtigen Kanal oder die richtigen Kanäle gefunden, sollte nun jedes Posting und auch jede Kampagne auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt sein. Man kommt nicht weit, wenn dieselbe Story auf allen Kanälen veröffentlicht wird. So sollten z.B. bei Facebook nicht nur Produkte und Informationen von dem Unternehmen im Mittelpunkt stehen, sondern auch Inhalte, die den Usern einen Mehrwert bieten. Bei Instagramm stehen eher hochwertige Bilder mit kurzen Texten oder kurze Videos im Vordergrund. Dabei ist es wichtig auf jedem Kanal Aufmerksamkeit zu erregen. Dieser lässt sich am besten durch Multiplikatoreffekte generieren. Die Unternehmen können voneinander profitieren, indem sie Inhalte von etablierten Branchenteilnehmern teilen und deren Websites erwähnen. Je besser ein Unternehmen verlinkt ist, desto höher sind auch seine Relevanz und das Rating bei Suchmaschinen. Social-Media-Plattformen haben vor allem bei Google eine hohe Priorität. Dabei besteht eine bessere Sichtbarkeit bei hoher Aktivität. Auch Facebook arbeitet so ähnlich. Je öfter ein Post geklickt wurde, desto weiter oben steht er im Ranking. Auf Twitter hingegen tauchen die Posts chronologisch auf, hier ist ein gezielter Markenaufbau möglich.

#3 Halt: Qualitativ hochwertiger Content

Inhaltlicher Mehrwert

Problemlösungsorientierte Beiträge, Videos oder Posts bleiben den Nutzern positiver in Erinnerung als lediglich das reine Schwingen der Produktkeule. Es kommt immer mehr auf die Qualität des Inhaltes an, denn heutzutage ist nicht nur eine Firma die einzige Informationsquelle für Konsumenten. Deshalb muss auch jeder Post einen Mehrwert für die Konsumenten liefern.

Einzigartig und Echt

Jugendliche lesen pro Tag 1500 Überschriften. Einfach nur Werbung zu schalten ist wenig erfolgsversprechend. Die Marke muss einzigartig sein, authentisch und glaubwürdig. So können die Plattformen von Unternehmen dazu genutzt werden, sich optimal zu präsentieren und gleichzeitig Kunden an sich zu binden. Dabei müssen Anfragen schnell beantwortet und Probleme der Kunden ernst genommen werden. So kann der digitale Kundenservice zum USP werden.

Die richtigen Worte

Bei der Wahl der Worte ist zielgruppenorientiertes Denken entscheidend: Was will mein User hören? Was will er wissen? Kurze Aussagen und Aufforderungen bringen es auf den Punkt, auch weil die Aufmerksamkeitsspanne im Online-Marketing sehr kurz ist. Eine Orientierungshilfe dabei bieten die W-Fragen: Wer, was, wann, wo, warum und wie? Der Text sollte das Bild ergänzen und beides zu einer einheitlichen Komposition verschmelzen.

Originalität

Um via Social-Media-Marketing Beziehungen zu Kunden aufzubauen gibt es viele Möglichkeiten: Kampagnen und spielerische Elemente sind eine Variante. Votings beispielsweise beziehen User besonders effektiv ein. Oder man macht es wie Addidas und erstellt einen Twitter-Account für den Fußballweltmeisterschaftsball.

 

#4 Halt: Ansprechbarkeit eines Posts

Aufmerksamkeit und Interesse erwecken Bilder und Farben. Bilder sind das Tor zu Inhalten auf den Social-Media-Plattformen, da sie das Erste sind, was dem User ins Auge fällt. Unternehmen schaffen mit Bildern einen Dialog mit Fans, Followern und anderen Usern. Jedes Bild soll deshalb der Thematik des Posts entsprechen und sie auch unterstützen. Auch hier ist eine regelmäßige Analyse der Zielgruppe und deren Bedürfnisse wichtig.

Die Bedeutung von Farben wurde in der Psychologie untersucht und stellt einen Bestandteil in den Social-Media-Plattformen dar. Mit bestimmten Farben werden bestimmte Gefühle assoziiert.

  • Blau: wirkt eher beruhigend
  • Grün: steht für Hoffnung
  • Rot: vermittelt eher einen aggressiven oder leidenschaftlichen Eindruck

Die ausgewählte Farbe sollte die Marke und das Unternehmen am besten repräsentieren. Im Vordergrund sollte immer das Corporate Design stehen, um die eigene Markenidentität nicht zu verlieren. Jedoch ist Social Media keine Wissenschaft und daher darf es im Netz auch etwas bunter werden. Starke Farben erzeugen Aufmerksamkeit und darum geht es schießlich.

 

#5 Halt: Der richtige Zeitpunkt

Es gibt immer mehr soziale Netzwerke, die Aufmerksamkeitsspannen der User schrumpfen. Wann und wie oft ein Post sinnvoll ist, hängt von der Zielgruppe ab. Als Unternehmen sollte man evaluieren, wann die User je nach Alter und Zielgruppe im Netzt sind und je nach dem eher am Vormittag oder Abend posten. Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit der Präsenz im Social-Media-Marketing. Einmal pro Tag ist ein Richtwert, aber letztendlich steht am Ende ein Trial and Error. Diverse Social-Media-Publishing- und –Analyse-Tools helfen beim Terminieren von Posts, wann die Follower am aktivsten sind.

 

#6 Halt: Storytelling und Emotionen

Kunden lassen sich auch über Storytelling binden. Es sollte eine Story rund um das Produkt erzählt werden. Dabei steht der Kunde und sein individueller Nutzen im Mittelpunkt und es entstehen eine Chance zur Identifikation und eine Beziehung zu Google. Eine Story und auch allgemeine Posts lösen Emotionen aus. Ein freundliches Auftretten auf Social-Media-Plattformen führt dazu, dass User Positives mit dem Unternehmen verbinden. Bei humorvollen und emotionalen Präsentationen von Themen ist es wichtig, authentisch zu bleiben und Missverständnisse zu vermeiden.

#7 Halt: Austausch mit den Usern

Für ein erfolgreiches Branding sind nicht nur absolute Zahlen und Reichweiten maßgeblich, sondern auch die Möglichkeit zur Interaktion. Man kann auf Likes und Dislikes reagieren. Dafür bedarf es eines allerdings eines aktivem Redaktionsteam. Durch gezielte Aufforderungen und Call-to-Actions beweist man Dialogbereitschaft. –wenn die Social-Media-Nutzer darauf eingehen, steigt automatisch das Engagement und die Kundenbindung wird gefördert. Jeder Klick, Like, Share oder Comment spricht für die Wahrnehmung der Posts in der Community. Wichtig ist aber auch, kritisches Feedback wahrzunehmen und sich mit den Nutzern offen und ehrlich auseinanderzusetzen. Nur so kann Vertrauen entstehen.

 

#8 Halt: Monitoring

Um Fehler zu korrigieren und sich kontinuirlich zu verbessern ist eine Analyse unumgänglich. Dafür bieten sich viele Tools an wie Namechk, KnowEm oder Google Analytics. Diese unterstützen und helfen das eigene Unternehmen in allen Kanälen zu finden und die aktuelle Position auf den jeweiligen Social-Media-Plattformen aufzuzeigen.