Achtung, Baustelle! Websites umziehen & Providerwechsel leicht gemacht

Allgemein

Wer neue Wege gehen will, muss alte Pfade verlassen.“ – Manfred Grau

Immer wieder kommt es vor, dass es für Privatnutzer und Unternehmen Zeit wird, von ihrer bisherigen Website Abschied zu nehmen. Häufig ist dafür ein Providerwechsel verantwortlich. Steht dieser vor der Tür, muss auch die Website mit zum neuen Provider umgezogen werden. Um dies reibungslos zu bewältigen, gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten. Auch die damit verbundenen Risiken und Gefahren sollten nicht außer Acht gelassen werden, wie der folgende Beitrag aufzeigt.

Diese Risiken kommen besonders dann zum Tragen, wenn der Umzug fehlerhaft durchgeführt wird. Neben einem Ranking-Verlust in Suchmaschinen können daraus auch Fehler und Probleme bei der Nutzung der neuen Seite auftreten, etwa, wenn Verlinkungen falsch angelegt wurden oder auf „tote“ Seiten verweisen. Konsequenz daraus ist, dass dem Besucher unschöne Fehlermeldungen, etwa in Form einer „Fehler 404“-Ansicht, eingeblendet werden. Dabei sind diese nicht nur unschön, sondern auch unnötig – denn mit einigen simplen Handgriffen und Kniffen lassen sie sich vermeiden.

Zunächst ist es dabei wichtig, die Ausgangssituation genau zu klären und die eigenen Bedürfnisse zu ermitteln. Soll mit dem Wechsel des Providers gleichzeitig auch ein Wechsel des Webspace stattfinden? Welche Probleme gab es mit der bisherigen Website? Wie lassen sich diese zukünftig beim neuen Provider vermeiden? Die beiden letzten Fragen lassen sich unter anderem auch mit Hilfe kostenloser Monitoring- und Analyse-Tools wie etwa Google Analytics oder Piwik beantworten.

Anschließend sollte ein Backup der bisherigen Website erstellt werden, womit auch IT-Dienstleister beauftragt werden können. Am einfachsten lässt sich dies bewerkstelligen, wenn schon auf der Ursprungsseite ein Content-Management-System (kurz CMS) im Einsatz ist. Darüber lassen sich alle eingebundenen Daten, also beispielsweise auch Bilder und Videos sowie zugehörige Texte, Ordner und Datenbanken einfach sichern und anschließend auf den neuen Internet-Auftritt umziehen. Bevor es so weit ist, muss der neue Server jedoch zunächst für den Umzug vorbereitet werden. Der Webspace und die Datenbanken müssen eingerichtet werden, zusätzlich ist ein Kompatibilitäts-Test der Software des alten Servers mit der des neuen Servers zu empfehlen.

Ist dieser erfolgreich abgeschlossen, lassen sich die abgespeicherten Ordner und Dateien der alten Website auf den neuen Server hochgeladen werden. Dabei muss der Nutzer darauf achten, im CMS entsprechend domainspezifische Angaben zu ändern. Nachdem alle Daten eingespielt und ein Pre-Test durchgeführt wurde, ist nun alles bereit für den Einsatz des neuen Internet-Auftritts. Zusätzlich kann darüber nachgedacht werden, die Besucher der ursprünglichen Domain automatisch auf die neue Seite weiterzuleiten. Dieses Redirect-Management lässt sich entsprechend im Quelltext der Seite einbinden und festlegen.

Werden alle diese Schritte befolgt, lässt sich der Umzug einer Website einfach und unkompliziert bewerkstelligen. Im Anschluss sollte stets darauf geachtet werden, den Erfolg und die Aufrufszahlen der Seite(n) im Blick zu behalten, wobei die bereits erwähnten Analyse-Werkzeuge helfen können.

In diesem Sinne – gutes Gelingen!