Social Media im E-Commerce

Social Media im E-Commerce

Allgemein, Apps, Digital Marketing, Facebook, Instagram, Social Media

E-Commerce

Ein Trend des Jahres 2017 stellt die Nutzung von Social Media im E-Commerce dar: Unter dem Begriff E-Commerce wird der Teil des Electronic Business, der den Kauf und Verkauf von Waren und Leistungen über elektronische Verbindungen umfasst, verstanden. Neben geschäftlichen Transaktionen (z.B. Verkauf oder Kauf von Waren sowie Dienstleistungen) gehören auch elektronisch abgewickelte Geschäftsprozesse (z.B. Werbung, After-Sales-Services oder Onlinebanking) zu den Anwendungsfeldern des E-Commerces.

Durch die Integration eines E-Commerce-Angebots kann zum einen der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen gesteigert werden. Zum anderen wird eine passgenaue Zielgruppenansprache ermöglicht. Elemente zur Steigerung des Verkaufs sind Texte, Bilder und entsprechende Verlinkungen. Hier gilt jedoch der Grundsatz Qualität vor Quantität. Potentielle Käufer sollten daher wenige relevante, auf die Zielgruppe angepasste Inhalte präsentiert bekommen, statt von einer Informationsflut überrollt zu werden.

Welche Möglichkeiten bieten Social Media Plattformen für den E-Commerce

Facebook

Social Commerce Facebook

Social Commerce Facebook

Mit der Einführung des Buy-Buttons im Jahr 2014 gilt Facebook als einer der Pioniere im Social Commerce. Über den Buy-Button haben User die Möglichkeit mit nur einem Klick direkt über das Social Network Produkte zu kaufen. Zusätzlich bietet Facebook Händlern die Option weitere Marketingangebote, wie integrierte Werbung oder virtuelle Schaufenster, einzusetzen. Unter virtuellen Schaufenstern versteht man Profilseiten, die mit Bilderreihen ausgestattet sind, um damit die Produkte prominenter zu bewerben. Für die Zukunft plant Facebook den Onlineeinkauf im netzwerkeigenen Messenger mithilfe von Chat-Bots weiter zu vereinfachen. Neben der Produktsuche und der Bestellfunktion soll zudem auch die Zahlungsabwicklung direkt über den Messenger erfolgen.

Pinterest

Produkt Rich Pin auf Pinterest

Produkt Rich Pin auf Pinterest

Als digitale Pinnwand eignet sich Pinterest besonders gut für den E-Commerce. Diese dient den Nutzern vor allem dazu, Produkte zu suchen und eine entsprechende Kauf-Wunschliste anzulegen. Laut der Studie von Millward Brown Digital aus dem Jahr 2015, nutzen 93 % der Pinterest-Nutzer in den USA das Netzwerk zur Kaufplanung. 87% geben an, aufgrund der Pinterest-Besuche etwas gekauft zu haben. Um die Conversion-Rate zu steigern, bietet Pinterest die Möglichkeit sogenannte Produkt Rich Pins zu erstellen, auf denen Preise, Verfügbarkeit sowie die jeweilige Webseite in Echtzeit dargestellt werden. 

Instagram

E-Commerce auf Instagram

E-Commerce auf Instagram

Die Foto-Community Instagram bietet zwar weniger Optionen als die bereits genannten Networks Facebook oder Pinterest. Jedoch werden Unternehmen auch auf dieser Plattform unterschiedliche Möglichkeiten für Social Commerce geboten. Vergleichbar mit dem Buy-Button des Mutterkonzerns Facebook, gibt es auf Instagram den sogenannten Action Button. Über diesen Button ist eine Kauffunktion integriert, die beispielsweise direkt unter einem Produktfoto, in Anzeigen oder Bildstrecken platziert werden kann. Der Nutzer wird dann auf die Webseite oder die App des entsprechenden Zielshops weitergeleitet. Somit können über Instagram keine direkten Käufe getätigt werden.

Potentiale und Gefahren bei der Nutzung von Social Media im E-Commerce

Der Einsatz von Social Media im E-Commerce birgt für Händler unterschiedliche Potentiale aber auch Gefahren. Als eine der Gefahren lassen sich Fehlkäufe durch die Nutzer und die damit verbundenen Retouren festhalten. Dies kann sehr schnell zu hohen Kosten aufgrund von Verwaltung, Versand und Chargebacks führen. Zudem muss die Zahlungsabwicklung entweder an den E-Commerce angepasst oder möglicherweise ganz ausgelagert werden. Auch rechtliche Grundlagen müssen bei der Nutzung von Social Media im E-Commerce beachtet werden, um nicht mit dem deutschen Gesetz in Konflikt zu geraten.

Auf der anderen Seite fördern E-Commerce-Angebote den Verkauf der Unternehmen, insbesondere durch spontane Impulskäufe. Sie eignen sich vor allem für Onlinehändler, die Produkte oder Dienstleistungen mit einem geringen Recherchebedarf sowie einem niedrigen Preisniveau anbieten.

Fazit: Social Media als Absatzkanal – nur mit guter Vorbereitung

Abschließend ist festzuhalten, dass vor der Integration von Social Media im E-Commerce eine detaillierte und ausführliche Analyse unerlässlich ist. Nur auf diese Weise lassen sich potentielle Zielgruppen erkennen und passgenau ansprechen. Auf Basis dieser Analyse können dann die geeigneten Social Networks ausgewählt sowie redaktionell und strategisch bespielt werden. Hierfür ist ein Realtime-Marketing notwendig.

Mit Blick in die Zukunft wird die Thematik des Social Commerce immer wichtiger. Die bereits vorhandenen Möglichkeiten werden weiter ausgebaut und um Neue ergänzt. Zudem steigen immer mehr soziale Medien in den Bereich des Social Commerce ein.

 

Literaturquellen:

Ressel, M.: https://www.konversionskraft.de/tipps/social-media-im-e-commerce.html
contentmanager.de: http://www.contentmanager.de/social-media/das-e-commerce-potenzial-von-facebook-instagram-und-co/

 

Bildquellen:

Constine, J.: www.smartface.io/facebook-launches-app-purchase-ads/
Ratcliff, C.: www.econsultancy.com/blog/65613-what-are-rich-pins-and-how-can-you-use-them/
Van de Ven, T.: www.webbouwers.com/e-commerce-trends-2017/