Der BLACK FRIDAY 2020 – das globale Shopping-Ereignis des Jahres

Allgemein
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“Jeder der hier sitzt und noch keine Black-Friday-Strategie hat, hat im Marketing definitiv noch Luft nach oben.”

Philipp Westermeyer – Gründer der größten Konferenz für digitales Marketing, OMR Hamburg 2019

Das im Jahr 2020 der Black Friday laut dem Handelsverband Deutschland zusammen mit dem Cyber Monday eine weitere Umsatzsteigerung von 18% prognostizieren würde, wusste Philipp Westermayer mit seiner Aussage zur Eröffnung der Online Marketing Rockstars Konferenz 2019 in Hamburg zum Ausdruck zu bringen. Als Gründer dieser größten Konferenz für digitales Marketing beschreibt er damit welche Positionierung der Black Friday seit den letzten Jahrzehnten weltweit eingenommen hat. In Deutschland wurde das Phänomen des wohl berühmtesten Freitags im Jahr 2006 erstmals durch Apple publik und brauchte ein ganzes Jahrzehnt, um auch in den Innenstädten im „offline“ Einzelhandel Einzug zu halten.

Die Geschichte des beliebtesten Einkaufstages

Die wenigsten würden wohl wissen, dass der Ursprung des Black Friday sich damals in den United States ebenfalls offline gestaltete. Seit den 60er Jahren bekannt als der Tag nach dem traditionellen Erntedankfest Thanksgiving, nutzte man ihn zum Brückentag und zum Einläuten der Vorweihnachtszeit. Der Startschuss für den Einzelhandel. Laut einer Statistik der IFA Köln ist auch in Deutschland der “schwarze” Freitag mittlerweile ein Startschuss in das Weihnachtsgeschäft. Diese besagt, dass ca. 62% der Deutschen den Black Friday für Ihre Weihnachtseinkäufe nutzen. Das viele Unternehmen zu diesem Zeitpunkt auch meistens schon ihr Weihnachtsgeld an ihre Mitarbeiter auszahlen, spielt dies dem Einzelhandel besonders gut in die Karten.

Nach dem Sale ist vor dem Sale

In den United States entstand als Pendant zum Black Friday im Anschluss an das Wochenende der vielen Einkaufsmöglichkeiten der Cyber Monday. Dieser sollte, wie der Name schon mutmaßen lässt, zusätzlich zum offline Run auch den Onlinehandel ankurbeln. Da der Black Friday in Deutschland bereits seit Beginn seiner Positionierung im digitalen Bereich fand, ist der Cyber Monday hierzulande nicht ganz so populär und dennoch von ähnlicher Bekanntheit. Aber wie kam es eigentlich zu dem Namen? Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Eine der schönsten Theorien lässt sich den Black Friday bildlich besonders schön vor Augen halten: Strömende Menschenmassen auf den Straßen der Metropolen der United States, welche getrieben vom Einkaufswahn die Polizisten an Ihre Grenzen brachten und diese in ihrem Frust dem Black Friday seinen Namen gaben. 
Quellen: https://einzelhandel.de/BlackFriday , https://www.blackfriday.de/black-friday-fun-fact


Ob Orange Week, Black Deals oder Black Sale – das perfekte Angebot für jeden überall

Wer kurz vor oder am Black Friday auf Schnäppchenjagd geht, wird im Netz von Angeboten, Gutscheinaktionen und Rabatten fast erschlagen. Die Auswahl an Webseiten, Apps oder Blogs, die gezielt die heißesten Deals auflisten, ist riesig. Doch wie findet man den besten Preis für den lang ersehnten Saugroboter, die Playstation 5 oder den smarten Fernseher? Neben der Suche bei Marktführer Amazon gibt es einige hilfreiche Seiten und Apps, die die Suche am Black Friday 2020 erleichtern können. Wir haben uns eine kleine Auswahl näher angeschaut.

1. MyDealz

Das “größte Portal für Deals, Gutscheine, Freebies und andere Angebote” [1] gehört sicherlich zu den bekanntesten Apps für Sparfüchse und Schnäppchenjäger. Natürlich hat sich MyDealz auch für den Black Friday schick gemacht und das Design für seine App sowie die Webseite entsprechend angepasst. Unter “Aktuelle Events” finden Interessierte den extra eingerichteten Deal-Bereich.

Das Besondere an MyDealz ist der Community-Gedanke. Denn nicht nur die Redaktion sammelt Schnäppchen, sondern auch User, die im Web stark reduzierte Angebote entdecken. Je heißer der Deal von der Community bewertet ist, desto besser scheint der Preis. Ein regelmäßiger Blick in die App oder auf die Webseite lohnt sich – nicht nur am Black Friday.

2. Apps: “Black Friday Sale 2020” und “Preisjäger

Auch im App-Segment ist die Auswahl riesig. Die Bandbreiter erstreckt sich von Shops, die gezielt am Black Friday eigene Produkte via App verkaufen und Apps, die übergreifend die besten Deals sammeln. Zu dieser Kategorie zählen die beiden Apps “Black Friday Sale 2020” und “Preisjäger”, die wir uns exemplarisch näher angeschaut haben:
Die App “Black Friday Sale 2020” ist direkt mit der Webseite https://www.blackfridaysale.de verbunden. Nach der Registrierung haben User die Möglichkeit, sofort mit dem Shopping zu starten. Eine Sortierung nach Kategorie, Marke, Produkt oder Artikel vereinfacht die gezielte Suche. Nettes Features: die Betreiber versprechen stabile Server, damit bei der Deal-Suche auch nichts schief laufen kann. Außerdem haben Suchende die Möglichkeit den regionalen Handel zu unterstützen, da auch lokale Deals in der App hervorgehoben werden können. 

Der Ansatz von Preisjäger ist mit der MyDealz-Strategie vergleichbar.
User haben kostenlos die Möglichkeit, eine Fülle an Deals und Gutscheinen zu finden. “Zahle nie wieder zu viel!” [2] lautet das Versprechen der gut 100.000 Mitglieder starken Community. Teilen und vor allem Mitteilen spielt bei Preisjäger eine große Rolle. So ruft die App ihre User dazu auf, spannende Deals via Facebook und Twitter zu teilen, um so möglichst vielen Registrierten potentielle Schnäppchen zu ermöglichen. Deal-Alarme und sogenannte “Daily Picks” helfen dabei, den perfekten Black Friday-Deal zu finden.

3. idealo.de

Das Online-Vergleichsportal idealo.de hat in seinem Magazin für den Black Friday einen eigenen Bereich eingerichtet. Auf der übersichtlichen Seite finden Schnäppchenjäger Statistiken, Preisprognosen und sogar redaktionelle Beiträge rund um “den schönsten Freitag des Jahres” [3]. idealo klärt auf, dass die vom Einzelhandel gemachten Versprechen mit bis zu 50% Ersparnis oft Lockangebote sind. Dabei stützt sich idealo auf eine eigene Preisstudie zum Black Friday aus dem Jahr 2019. Ergebnis: gerade einmal acht Prozent sparen User im Durchschnitt. Klingt auf den ersten Blick ernüchternd. Jedoch sind die Ersparnisse laut idealo vor allem in den jeweiligen Produktkategorien sehr unterschiedlich. Vor allem bei Spielekonsolen lag die Ersparnis im vergangenen Jahr bei rund 20% – ein ziemlich guter Wert.

Die Sonderseite bei idealo punktet aus unserer Sicht vor allem in Sachen “Service”. Interessierte erhalten Input für eine nützliche Checkliste, gewährt Einblicke in aktuelle Preisentwicklungen und regt dazu an, Gutscheine sowie Rabattportale bei der Recherche für den Black Friday 2020 zu nutzen. Der Exkurs zum “Recht beim Schnäppchenkauf” klärt zusätzlich offene Fragen rund um den Online-Einkauf am Black Friday.


Social Media Influencer Marketing auch an Black Friday?

Das Marktvolumen für Influencer-Marketing in der DACH-Region betrug 2017 560 Mio. Euro und 2020 990 Mio. Euro. Hierbei handelt es sich fast um das Doppelte! Bis 2022 soll der Markt einen Wert von 15 Mrd. Dollar erreichen. Alleine die Social-Media Käufe stiegen 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 41% an. Vor allem 25-34 Jährige sind für Social Media Shopping offen, wenn die Produkte von Influencern oder Prominenten beworben werden. 

Aufgrund des allgemeinen Anstiegs von Online Shopping, steigen auch die Online-Verkäufe an Black Friday.  2019 beliefen sich die Verkäufe an diesem Tag auf 7,4 Milliarden Dollar, von denen 2,9 Milliarden Dollar auf mobile und soziale Netzwerke entfielen. Das ist ein Zuwachs von 21% im Vergleich zum Vorjahr. 

In Deutschland gaben bei Umfragen 50% der Befragten an, dass sie sich nicht vorstellen können, am Black Friday über Social Media einzukaufen. 32% würden dies tun, wenn es spezielle Rabatte gibt. 13% shoppen an diesem Tag auf Social Media, wenn deren Lieblingsmarke daran teilnimmt. 
40% der Käufer in den USA und Großbritannien suchen gezielt nach Marken, Produkten und Dienstleistungen auf Social Media, bevor sie am “Schwarzen Freitag” einkaufen.

Ads über Ads & Follow to Follow: Instagram for Marketing

Instagram ist mit über 1 Milliarde Nutzern weltweit und davon mit 20 Millionen Nutzern in Deutschland die wichtigste Social Media Plattform. Werbung ist auf Instagram vor allem im B2C-Bereich sehr erfolgreich, da die Produkte in relevantem, unterhaltsamen und authentischem Umfeld präsentiert werden. 

Auf Instagram finden sich inzwischen einige Dealseiten wie Dealbunny oder Prinz-Sportlich, die ganzjährig Angebote für ihre Follower zusammensuchen. Zu Black Friday lohnt sich ein Blick auf diese Seiten gleich doppelt. 

Instagram ist für Unternehmen, Influencer sowie Kunden ein klarer WIN. Unternehmen bieten Rabatte an und generieren dadurch Umsatz und Gewinn. Influencer stellen das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung – im Idealfall mit Rabattcode vor – und erhalten dafür eine Vergütung, Produkte, Dienstleistungen, Reisen etc. umsonst. Der Kunde profitiert letztendlich immer von einer Preisreduzierung. 

In den USA nutzen 10% der Käufer Instagram, um am Black Friday Einkäufe zu tätigen. Die “Top Performing Brands 2018” waren: 

  1. Daniel Wellington 
  2. Fashionnova
  3. Kylie Cosmetics

Quellen:
[1] MyDealz: https://www.mydealz.de/faq-allgemein#was (zuletzt abgerufen am 26.11.2020)
[2] Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.preisjaeger&hl=de&gl=US (zuletzt abgerufen am 26.11.2020)
[3] idealo.de: https://www.idealo.de/magazin/black-friday/ (zuletzt abgerufen am 26.11.2020)