Content Lust statt Schreibfrust

Allgemein

Was ist Content Creation?

Der Begriff Content Creation umfasst den Prozess Themen zu finden, die zur Zielgruppe passen. Der so identifizierte Content kann entweder geschrieben oder visuell sein und in verschiedenen Formaten, wie zum Beispiel Blog, Video oder Infografik veröffentlicht werden.

Content Creation ist eine Form des Inbound Marketings. Es ermöglicht Unternehmen kostenlos und aktuelle Informationen mit der breiten Masse zu teilen, sowie potentielle Kunden auf die Unternehmens Website zu leiten. Zudem können mit Content Marketing dreimal so viele Leads generiert als mit herkömmlichen Marketing Methoden. Höhere Lead Zahlen bedeuten jedoch nicht, dass dies höhere Kosten verursacht. Im Gegenteil Content Marketing kostet 62% weniger als traditionelles Marketing.

Der Content Creation Process

Der Content Creation Process unterteilt sich in vier Phasen. Dies sind die Content Planung und Strategieentwicklung, der eigentliche Content Creation Prozess, die Wahl und Anwendung der Content Creation Tools, sowie die Erfolgsmessung des Contents.

  1. Content Planung und Strategieentwicklung

Der erste Schritt, welcher dem Content Creation Process vorgelagert ist, ist die Festlegung der Ziele, die mit dem zu erstellenden Content erreicht werden sollen. Diese Zielfestlegung erfolgt nach der SMART Formel. Anschließend ist die Buyer Persona festzulegen. Diese Persona spiegelt genau die Eigenschaften der Zielgruppe wider, die angesprochen werden soll. Ein weiterer Punkt, welcher in dieser Phase umgesetzt wird ist die Wahl des Content Formates. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass das Format zur definierten Zielgruppe passt. Formate sind Blog Posts, Videos, Slideshares, Graphiken, Ebooks, Whitepaper, Podcast und Tweets.

  • Content Creation Prozess

Innerhalb der Phase müssen folgende Schritte beachtet werden:

  • SEO Research
  • Ideenfindung
  • Texten
  • Produzieren und Bearbeiten
  • Upload/ Veröffentlichen

Innerhalb der SEO Research sollten Keywords festgelegt werden. Um diese zu definieren ist zu recherchieren wonach die Kunden am meisten suchen. Basierend auf diesen Keywords wird nach dem möglichen konkreten Thema des zu produzierenden Contents gesucht. Zur Themenfindung ist zum einen Brainstorming, Kundenfeedback als auch Wettbewerbsrecherche durchzuführen. Danach wird das konkrete Thema festgelegt, ein Zeitplan aufgestellt, sowie ein Produktionsplan erstellt, welcher die Verantwortungen innerhalb des Produktionsprozesses definiert. Daraufhin folgten das Schreiben bzw. Erstellen, das Bearbeiten, der Upload und die Veröffentlichung des Contents.

  • Content Creation Tools

Content Creation ist durch die Verwendung einer Vielzahl an Tools möglich. Zum Beispiel: Canva, Giphy, Vidyard, Survey Monkey, Makemypersona, Anchor. Die Wahl des richtigen Tools hängt von dem Ziel, der Zielgruppe, sowie dem gewählten Format ab. Tipps für die Verwendung von Content Creation Tools werden im weiteren Verlauf vorgestellt.

  • Content Analyse

Diese Phase ist die Wichtigste des gesamten Content Creation Prozesses. Innerhalb der Analyse werden verschiedene KPIs betrachtet, um den Erfolg des Contents zu messen.

Beispielhafte KPIs sind:

  • Seitenaufrufe
  • Organic Traffic
  • Bounce Rate
  • Conversion Rate
  • Engagement Rate
  • Audience Growth

Wie produziert Ihr in Zukunft Euren Content?

Du hast die Content-Planung durchgeführt und hast dir ein passendes Format überlegt? Jetzt geht’s also nur noch darum die Inhalte zu erstellen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten und Produktionsmodelle den Content an die Zielgruppe zu bringen:

  • Die Inhouse-Content-Produktion
  • Content Agentur
  • Die Crowdsourcing Plattform
  • Kooperationen mit Freelancern
  • Content Automation

Bei der Inhouse-Content-Produktion liegen die Verantwortung und die Erstellung des Contents im Unternehmen. Wichtig dabei ist, dass verantwortliche Mitarbeiter festgelegt werden, die den Content produzieren. Aber Achtung: oft ist der fachliche Experte nicht unbedingt der beste Texter.

Entscheidet ihr euch für eine Content Agentur, so wird für die Content Erstellung Outsourcing betrieben. Hierbei müssen auf jeden Fall die Kosten im Auge behalten werden. Allerdings werden dafür auch Experten engagiert, die den Content für euch produzieren.

Die Variante Crowdsourcing Plattform funktioniert über eine Texteragentur oder eine Texterplattform. Dabei kann der Content einfach gekauft werden, jedoch muss auch hier beachtet werden, dass möglicherweise der Wettbewerb sich ebenfalls an der Crowdsourcing Plattform bedient.

Eine weitere Möglichkeit den Content zu produzieren ist die Kooperation mit Freelancern. Hier ist die Arbeit sehr ähnlich zur Variante mit Content Agenturen. Die Kosten sind im Regelfall geringer und die Flexibilität für dich als Unternehmen ist höher.

Eine durch die Digitalisierung vorangetriebene Möglichkeit den Content zu produzieren ist die Content Automation. Hierbei erfolgen die Erstellung, Organisation und Distribution automatisch. Daten sind dabei die Grundlage der Inhalte, die durch eine künstliche Intelligenz gestützte Software und mit Hilfe von Textvorlagen und Bedingungen erstellt werden. Content Automation ermöglicht zudem eine automatische Bündelung von Beiträgen zu einem relevanten Thema. Außerdem ist es durch ein Matching möglich, dass Inhalte ausgespielt werden, die im Netz auf große Nachfrage stoßen.

Zunehmend wird Content Automation in der Medienbranche angewendet. Dabei entlastet der Roboter Journalismus die Redaktionen vor allem in den Bereichen Sportberichterstattung, Wetter, Verkehrslage und Börsennews. Weiterhin wird Content Automation in der Tourismusbranche genutzt. Mit Hilfe einer skalierbaren Mehrsprachigkeit können Beschreibungen von Objekten international genutzt werden.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass oft eine Kombination der diversen Produktionsmodelle genutzt wird. Das bedeutet beispielsweise eine interne Durchführung der Content-Strategie. Die Content-Produktion wird aber auch häufig je nach Format und Umfang ausgelagert.

Welche Tools helfen Dir dabei?

Sowohl bei der Content Creation, als auch bei der Content Automation können dir folgende Tools behilflich sein und deine Arbeit damit erleichtern:

  • uNaice: Das Tool unterstützt Unternehmen in den Bereichen Content, Podcasts und Digitalisierung von Prozessen.
  • AX Semantics: Das System mit eigener Software generiert aus rohen Daten interessante Texte, die auf die Zielgruppe des Unternehmens abgestimmt sind
  • Quill: Hierbei handelt es sich um die weltweit führende Plattform für die Content Produktion bei E-Commerce Geschäften. Zu ihren Kunden zählen ebay, Google, Thomas Cook.
  • Articolo: Neue Ideen, generierter Content und die Suche nach relevanter Information ist für Articolo kein Problem. Ihre Technologie kreiert einzigartige und hoch qualitative Inhalte, die von einem menschlichen Texter kaum zu unterscheiden sind.
  • Wordlife: analysiert deinen Content und identifiziert verschiedene Kategorien, in denen du dich verbessern kannst. Dabei handelt es sich um einen SEO Plug-in für WordPress.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Content Creation?

Die richtige Zielgruppe zu erreichen kann eine Herausforderung darstellen. Wichtig ist es, diese Personengruppe möglichst gut zu kennen. Dies beinhaltet nicht nur die Frage „Wer ist meine Zielgruppe?“ sondern auch „Was beschäftigt und interessiert meine Zielgruppe?“. Eine weitere Herausforderung stellt die Regelmäßigkeit dar. Idealerweise sollte man 2 Artikel pro Woche veröffentlichen, das bindet nicht nur die anspruchsvollen Leser, sondern ist auch für das Google-Ranking wichtig.

Wenn man das alleine nicht schafft, sollte man sich Mitschreiber suchen, oder sich mit Anreizen konditionieren (zb. Bei jedem Versäumnis 5€ in die Blogger-kasse) Zudem ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung kritisch, da man die Lesestoßzeiten, wie beispielsweise die Mittagspause nicht verpassen möchte. Diese kann in verschiedenen Kanälen jedoch variieren. Die Strategie sollte grundsätzlich immer auf das Medium angepasst werden. Während ein Newsletter einmal pro Woche tendenziell am Abend erscheinen sollte, ist auf Twitter ein mehrmaliges anteasern über den Tag verteilt sinnvoll. Die letzte Herausforderung, die zu erwähnen ist, lautet die eigenen Ziele kennen. Nur dann kann die Strategie und somit alle genannten Aspekte richtig abgestimmt werden. Will man hauptsächlich Traffic generieren oder Verkäufe anregen? Hierauf wird die Gestaltung des Contents ausgelegt.

Wenn man eine Idee hat sollte man sie sofort aufschreiben und Notizen machen – interessante Artikel immer sofort speichern und abheften, manchmal herrscht jedoch gähnende Leere im Gehirn. Trotzdem warten die Kunden auf neuen Content.

Also, was machen, wenn es mal nix zu erzählen gibt? Hier die 10 besten Tipps:

  1. Brainstorming abhalten, zB. 3-6-5 Methode
  2. Kunden fragen, was sie beschäftigt
  3. Gurus oder Experten fragen
  4. Customer Service fragen, mit welchen Fragen die Kunden anrufen
  5. Herausfinden, welche Keywords auf meinen Blog führen à hierüber mehr schreiben
  6. Branchen News behandeln
  7. Über Firmeninternes berichten (zB. Mitarbeiter vorstellen)
  8. Zu einem Event gehen und sich Inspirationen holen
  9. Best Practice Beispiele teilen
  10. Wettbewerb abchecken und ähnliche Themen aufgreifen

Wenn dann ein Thema steht, kann man dazu auf vorher Social Media nach aktuellen Ereignissen suchen, um den Artikel mit Aktualität anzureichern. Dies wirkt gut und schafft mehr Interesse.

Quellen: