Vom Acker in den Müll oder doch auf den Teller?

Allgemein

Wir sind eine Wegwerfgesellschaft!

In Deutschland landen jährlich rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Pro Kopf werfen wir etwa 75 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg. In der Summe sind das jedes Jahr Lebensmittel im Wert von circa 20 Milliarden Euro.

Wie können wir nachhaltiger handeln? Die 3 Säulen der Nachhaltigkeit:

Ökologie: Durch die Förderung von ökologischen und lokalen Landwirten können wir sowohl einen umweltfreundlichen und fairen Handel gewährleisten, als auch den CO2-Ausstoß verringern. Damit entlasten wir die Umwelt und schaffen eine sauberere Umgebung.

Soziales: Wir wollen für die jetzige und die kommenden Generationen eine bessere Welt schaffen. Dies gelingt nur durch das soziale Handeln jedes Einzelnen.

Wirtschaft: Durch das Vermeiden von Abfällen und restloser Verwertung von Lebensmitteln, schonen wir nicht nur den eigenen Gelbeutel, sondern stärken zudem die örtliche Wirtschaft. Dadurch profitiert jeder in unserem direkten Umfeld. So schaffen wir ein klimaneutrales Zusammenleben zu gestalten und deutlich weniger lebensfeindliches Plastik zu verwenden.

Ist ökologisch gleich nachhaltig?

Der Gesundheitszustand und das Überleben der Vielfältigkeit in einem Ökosystem beschreibt im allgemeinen eine ökologische Nachhaltigkeit. Somit ist ein weitsichtiger und rücksichtsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Umwelt. Wenn über einen längeren Zeitraum diese Nachhaltigkeit vernachlässigt wird, werden bestimmte Ressourcen unwiderruflich zerstört oder unbrauchbar gemacht. Damit wird die Grundlage für eine grüne und gesunde Entwicklung der Umwelt vernichtet.

Tipps, um Abfall zu vermeiden:

Tipp 1: Einkäufe gut planen

Nach der Arbeit eilen wir oft in den Supermarkt, ohne uns einen Plan gemacht zu haben, was wir tatsächlich brauchen. Somit landen viele Lebensmittel im Einkaufwagen, die lediglich lecker aussehen und worauf wir gerade Lust haben. Außerdem lassen wir uns gerne von Sonderangeboten, Familienpackungen und Rabattaktionen verführen. Der erste Schritt gegen Lebensmittverschwendung ist daher die Einkäufe gut zu planen.

Tipp 2: Saisonal und regional einkaufen

Lebensmittel aus fernen Ländern werden beim Transport häufig beschädigt oder gehen kaputt. Dabei kann man durch den Kauf von saisonalem und regionalem Obst und Gemüse die Umwelt entlasten und klimaneutral handeln. Lebensmittel der Saison halten sich zum einen länger frisch und zum

Tipp 3: Kaufe zu krumm, zu klein, zu groß

Ein Großteil der Ernte bleibt liegen, da es nicht dem Schönheitsideal entspricht. Ist die Karotte zu krumm oder die Kartoffel zu groß landet das Produkt nicht im Supermarkt, sondern direkt in der Tonne. Das wollen wir anpacken und dazu brauchen wir Dich. Werde Lebensmittelretter und hilf mit verwertbares Obst und Gemüse weiter zu verzehren. Setze ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und gib auch diesen Lebensmitteln eine Chance. Mission: Die Rettung der Lebensmittel.

Tipp 4: Lebensmittelrettung per App

Mittlerweile gibt es zahlreiche Apps, mit denen wir verwertbare Lebensmittel ganz einfach retten können, bevor diese entsorgt werden. Denn bereits mehr als ein Drittel aller produzierten Lebensmittel landet weltweit in der Tonne.

Hilfreiche Apps:

Tipp 5: Die richtige Lagerung

Kühlschrank auf und Einkäufe rein – dies reicht für eine gute Aufbewahrung der Lebensmittel oft nicht aus. Lebensmittel haben die unterschiedlichsten Ansprüche. Die einen mögen es Hell oder dunkel, kühl oder doch bei Zimmertemperatur. Vor allem Obst und Gemüse oder Milchprodukte verderben schneller, wenn wir sie falsch lagern. Verlieren sie dann an Frische und Geschmack, landen sie schnell im Müll.

Die Lebensmittel nach dem FIFO-Prinzip (First In, First Out) zu sortieren ist ein erster Ansatz. Stelle zum Beispiel den neu gekauften Joghurt hinter den alten.  

Ist das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) überschritten werden Lebensmittel oft als ungenießbar bezeichnet, obwohl dieses Datum nichts darüber aussagt, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist oder nicht. Es lohnt sich, den Sinnen zu vertrauen.

Tipp 6: Nach der Zubereitung – Reste verwerten.

Achte während des Kochens darauf, wie viel du benötigst und verwerte Reste weiter. Wir wissen oft nicht, wie viele Lebensmittel wir für die Zubereitung wirklich benötigen. Manchmal bietet es sich auch an, mehr für einen kochfreien Folgetag zuzubereiten. Wenn sich Essensreste trotz allem einmal nicht vermeiden lassen, kann man mit wenigen Handgriffen dafür sorgen, dass sie zumindest nicht weggeworfen werden. Dabei ist es ganz egal, ob man lieber ordentlich plant, vorkocht, einfriert oder Reste kreativ weiterverarbeitet.

Tipp 7: Achte auf eine klimaneutrale Lieferung

Beim Verpacken und Versand von Gegenständen wird Energie benötigt und CO2 ausgestoßen, besonders, wenn beim Transport fossile Brennstoffe zum Einsatz kommen. Das belastet die Umwelt und gefährdet auf lange Sicht das Klima. Damit Lebensmittel klimaneutral bei dir ankommen, muss umgedacht werden.

Folglich gibt es zwei Möglichkeiten: In der Produktions- und Auslieferungskette versuchen die Anbieter ihren CO2-Emissionen von Anfang an zu vermeiden (FSC neutrale Verpackungen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und Elektrofahrzeuge geladen mit Ökostrom). Möglichkeit zwei: Der CO2-Ausstoß wird nachträglich kompensiert, beispielsweise durch das Pflanzen von Bäumen.