Scompler – der Schlüssel zum Erfolg im Content Marketing?

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Scompler

Scompler, eine vielversprechende Software im Content Marketing

Zum heutigen Zeitpunkt ist das Content Marketing eines der wichtigsten Hauptaugenmerke im Online Marketing. Guter Content verringert nicht nur das Risiko des Unternehmens durch Ad Blocker beim Konsumenten unsichtbar zu werden, sondern ermöglicht auch eine freiwillige Verbreitung über Medien, wie Facebook, Youtube, Google und viele mehr. Laut dem Content Marketing-Experten Mirko Lange und seinem Artikel „Strategisches Content Marketing: Schluss mit dem Egodenken! “ fehlt im Moment jedoch ein einheitliches Verständnis dafür, was Content Marketing überhaupt bedeutet. Noch immer sind viele Aktivitäten der Unternehmen kanal- und nicht themenorientiert. Eine strategische Planung dieser wird außerdem häufig vermisst. Laut Mirko Lange liegt der Schlüssel zum Erfolg jedoch in einer übergeordneten Content Marketing Strategie. Denn die Strategie gibt die Richtung des Content Marketing und damit die Strukturen und Prozesse im Unternehmen an. Darauf bauen brauchbare Inhalte für den richtigen Leser zum richtigen Zeitpunkt auf. Ohne passende Strategie kann kein Content Marketing stattfinden. Zumindest keins, das Mehrwert für das Unternehmen bringt.

Eine von Mirko Lange entwickelte unterstützende Software soll in diesem Zusammenhang den Unternehmen helfen „den gesamten Prozess des strategischen Content Marketings von der Strategie-Erstellung über das Themen-Management und die Redaktionsplanung bis hin zum Publishing und der Analyse zu managen.“ Die mittlerweile von ScribbleLive übernommene GmbH verspricht mit Scompler ein Tool, welches den gesamten Prozess des Content Marketing vereint. Ein komplettes Team soll innerhalb dieses gemeinsam arbeiten können.

Scompler
Im Folgenden wollen wir uns mit Scompler etwas genauer beschäftigt. Dabei wollen wir herausfinden wie praxistauglich die Software ist. Kann Scompler zum Beispiel einen Excel-Redaktionsplan ersetzen? Und welche Vor- und Nachteile bringt die Software mit sich? Um diese Fragen zu beantworten arbeiten wir uns zunächst in die kostenfreie Version ein. Mit Hilfe zahlreicher Youtube Videos, einem Download-Formular auf der Webseite von Scompler, einer Facebook-Gruppe, sowie einem Chat, der einem nach der Registrierung zur Verfügung steht, fällt dies leicht. Besonders die hohe Benutzerfreundlichkeit und intuitive Handhabung ist hervorzuheben. Werfen wir nun aber einen genaueren Blick auf die Software:

Auf der Startseite befindet sich zunächst die Auswahl der verschiedenen angelegten Projekte. Wir kreieren ein Testprojekt um so die Funktionsweise von Scompler zu testen. Nach dessen Erstellung gelangen wir zum sogenannten Kalender. Dieser bildet die Zentrale des Tools. Über einen Klick auf das Logo kann man zu jedem beliebigen Zeitpunkt dorthin zurückkehren.
Scompler Zentrale

Strategie

Der erste Punkt in der Navigation ist die Strategie. Diese bildet das Herz des Tools, denn wie oben beschrieben bildet die Strategie die Basis für erfolgreiches Content Marketing und gibt die grundlegende Richtung und Ziele an. Die Strategie sollte deshalb nie aus den Augen verloren werden. Alle gleich beschriebenen, einzugebenden Daten, werden deshalb später bei der Erstellung der Themen und Beiträge, immer wieder sichtbar und direkt auswählbar. Sie bilden den Grundstein der Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Scompler seinen Nutzern bietet.
Scompler Strategie
Die Eingaben in der Content Strategie folgen auf verschiedene Fragen. Diese sind wiederum mit detaillierten Unterfragen zu beantworten. Wie die Abbildung zeigt werden einem dabei verschiedene Hilfestellungen durch Erklärungen und Vorschläge gegeben. Diese selbst erklärende Nutzerführung finden wir besonders gut gelungen. Bei der Beantwortung der Fragen bietet das Tool beliebig viele Optionen. Diese können, wie bereits genannt, aus den Vorschlägen vorausgewählt werden, oder entsprechend auch selbst formuliert werden. Selbst die vorgeschlagenen Optionen können ganz individuell angepasst oder erweitert werden. Hervorzuheben ist die Möglichkeit die eingegebenen strategischen Parameter für eine Zusammenfassung als PDF zu exportieren, sowie eigene Strategien für einzelne Personas zu hinterlegen. Diese können ganz einfach innerhalb der Strategie auch in Gruppen angelegt werden.
Scompler Personas
Bei der Planung und Erstellung der endgültigen Beiträge werden nur die für die ausgewählten Personas relevanten Ziele angezeigt. Für diese Beiträge ist es allerdings zunächst in Scompler wichtig verschiedene Themenfelder und Beitragstypen auszuwählen und anzugeben. Auch hier fasziniert die Software mit seiner hohen Benutzerfreundlichkeit.

Planung

Wir wenden uns dem zweiten Navigationspunkt, dem Themenplan zu. Um die Themen, Storys und Beiträge in Scompler hinzuzufügen, sollte der Nutzer sich zunächst Gedanken machen welche Themen für seine Zielgruppe interessant sind. Hier bietet die Software mit einem sogenannten Buzztracker eine Hilfestellung.  Er erstellt eine Übersicht, welche Themen im Social Web gerade häufig zu einer Aktivität führen, natürlich zugeschnitten auf die gewünschte Zielgruppe und die eigenen Quellen. Bei der strategischen Planung dieser Themen hilft das Tool die unterschiedlichen Beiträge in eine Story zu integrieren, um so den Gesamtüberblick zu behalten und nicht von den Themen abzuweichen. Hier begeistert uns das einfache Drag & Drop verfahren.

Der  Redaktionsplan ähnelt der uns bekannten Excel-Liste. Diese ermöglicht in jeder Phase eine sehr detaillierte Darstellung des Redaktionsplans und der einzelnen Bearbeitungsschritte des Projektes. Voraussetzung für die Erstellung eines detaillierten Redaktionsplanes sind sehr gute Excel Kenntnisse. Zwar können bereits vorgefertigte Listen heruntergeladen werden, die jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf das Unternehmen zugeschnitten sind. Um diese dann entsprechend anzupassen, werden wieder hinreichende Kenntnisse benötigt. In Scompler ist neben dem Themenplan ein Redaktionsplan eingebunden. Ein großer Vorteil ist hierbei, dass geplante oder bereits getätigte Blogposts oder Social Media Posts direkt in den Redaktionsplan übernommen werden. Diese und weitere Verknüpfungen sind positiv hervorzuheben. Zusätzlich wird eine Status-Leiste angezeigt. Diese verfügt über die Information, ob es eine Idee ist, bereits geplant wurde, sich in Produktion befindet, ob eine Freigabe benötigt wird oder ob ein Post bereits veröffentlich wurde. Scompler hat also den großen Vorteil gegenüber einer Excel-Liste, dass Änderungen bei Posts oder geplanten Artikeln direkt in den Redaktionsplan übernommen werden. So kann das händische Anpassen in einer Excel-Liste vermieden werden. Besonders vorteilhaft ist dies, wenn mehrere Personen aus einem Team an dem Projekt beteiligt sind.

Produktion

Kommen wir nun zu einem der wichtigsten Elemente des Tools – den Beitragskarten. Die Beitragskarten beinhalten alle Informationen zu einem geplanten Content. Hier wird festgehalten, welche Priorität der Content hat, welche Bilder und welches Material für die Veröffentlichung benötigt werden und welche strategische Zielsetzung hinter dem Content steht. In anderen Versionen von Scompler können hier zudem innerhalb des Teams Aufgaben der einzelnen Beteiligten festgehalten werden und eine Interaktion kann stattfinden. So können in den Beitragskarten Ideen zu einem geplanten Content ausgetauscht werden. Eine direkte Vermarktung des Contents kann auch in der kostenfreien Version geplant und ausgesteuert werden. Bei der Erstellung der Beitragskarten gefielen uns insbesondere die direkten Analysemöglichkeiten von Scompler. Die Texte und der Content können sofort genauer unter die Lupe genommen werden. So zeigt uns das Programm die Anzahl unserer verwendeten Wörter, der Sätze und Zeichen im Beitrag an, prüft die Lesbarkeit unseres Textes, macht uns auf Füllwörter und zu lange Wörter bzw. Sätze aufmerksam und stellt uns diverse Checklisten zur Verfügung. Am Ende können wir unsere Beitragsparameter wieder als PDF drucken.

Publishing

Scompler bietet zudem die Möglichkeit, die genutzten Social Media Kanäle direkt zu verknüpfen und aus Scompler heraus Posts und Beiträge zu tätigen. Diese können präzise geplant und automatisiert gepostet werden. Auch Beiträge, die vor der Nutzung von Scompler getätigt wurden, können problemlos in das Tool zur Übersicht importiert werden. Alle geplanten, sowie bereits getätigten Beiträge können im Kalender angezeigt werden. So behält der Nutzer den Überblick. Neben den Social Media Kanälen lässt sich auch WordPress mit Scompler synchronisieren. Durch bereitgestellte Schnittstellen können Inhalte aus Scompler direkt in das entsprechende Content Management System, wie beispielsweise WordPress, importiert werden. Auch bereits getätigte Beiträge aus dem CMS können in Scompler, wie auch bei den Social Media Kanälen, direkt importiert werden. Zusätzlich wird bei Scompler die Möglichkeit geboten, individuelle Schnittstellen zu erstellen, wenn mit anderen Content Management Systemen gearbeitet wird. Demnach bietet  Scompler auch einen gewissen Individualisierungsgrad.
Besonders hervorzuheben ist auch die Verknüpfung zu Facebook. Die Ads und das Targeting dessen können mit Scompler genutzt werden. Es bietet sich die Möglichkeit, Facebook-Ads anzulegen. Hierfür muss der Nutzer die Zielgruppen auswählen, die er ansprechen möchte, sowie das Budget und das Posting planen. Es besteht die Möglichkeit direkt von der Plattform Content auf unterschiedlichen Kanälen zu posten. Zeitabstände, sowie Zeitpunkte können hierbei individuell bestimmt werden.

Prüfung

Es besteht zudem die Möglichkeit mit Scompler die Performance der einzelnen Beiträge abzurufen. So kann beispielsweise herausgefunden werden, wie viele Interaktionen der Beitrag auf den Social Media Kanälen verzeichnet und wie dieser angekommen ist. Weitere Möglichkeiten bestehen durch Schnittstellen des Tools zu Piwik und Google Analytics. Schnittstellen zu weiteren Webanalytics-Systemen sollen auf Anfrage möglich sein. Verschiedene Reportings werden zudem zur Verfügung gestellt.

Unser Fazit

Wie erwähnt nutzen wir die kostenfreie Version ScomplerOne. Angeboten werden allerdings noch drei weitere Versionen  mit aufsteigendem Preis: ScomplerOne+, ScomplerTeam und ScomplerPro. Welche Version man am besten nutzt, hängt von den benötigten Funktionen ab Sobald mehrere Nutzer auf Scompler zugreifen wollen, ist die kostenfreie Version zum Beispiel nicht mehr ausreichend. Für ein ganzes Team ist die Version ScomplerTeam zu empfehlen. Unterscheidend ist hier, dass Teamrechte vergeben werden können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns die Einführung in Scompler sehr einfach gelang, obwohl wir bisher mit keinem solchen Tool Erfahrung gesammelt haben. Die Software ist einfach zu verstehen, intuitiv zu bedienen und unserer Meinung nach sehr praxistauglich. Die Software führte uns Schritt-für-Schritt durch die einzelnen Punkte der Content Marketing-Strategie. Dadurch entsteht eine Sicherheit keine wichtigen Aspekte vergessen zu haben. Die Strategie ist dabei jederzeit im Blick. Aufgrund des großen Umfangs des Tools, welcher aus unserer Sicht einen großen Vorteil darstellt, sollte man jedoch genug Zeit zum Einarbeiten planen. Außerdem sollte Scompler noch durch weitere Tools ergänzt werden, um beispielsweise mit seinen Kunden in den direkten Dialog treten zu können und sein Social Media Monitoring, sowie seine Analytics-Funktionen zu erweitern. Vielleicht werden diese Funktionen in der noch sehr jungen Software in den kommenden Jahren aber auch verbessert und ergänzt.