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Snapchat vs. Instagram – eine Frage der Authentizität

Allgemein, Content Marketing

Instagram, Snapchat, Periscope und Co. sind dazu da, Momentaufnahmen mit der Welt zu teilen. In den sozialen Medien up to date zu bleiben, wird heutzutage zur permanenten Herausforderung.Viele stellen sich die Frage: Brauche ich das alles überhaupt? Was ist echt und was nur Show?

Ungefilterte Momentaufnahmen sind jedoch gerade bei erfolgreichen Accounts auf Instagram längst passé. Posts werden retuschiert, Wochen im Voraus produziert und durch mehr oder weniger offensichtliche Produktplatzierungen gesponsert. Zudem wird die Reichweite durch Hashtags gepusht, um noch mehr Menschen zu erreichen. Das Problem hierbei: Oftmals merken die Follower nicht, dass sie nur die gefilterte Realität zu sehen bekommen. Das führt dazu, dass man sich mit den geschönten Profilen auf Instagram vergleicht und nicht zu erreichenden Idealen nacheifert. Wenn man sich jedoch permanent darüber im Klaren ist, kann man die Ästhetik von Instagram durchaus genießen. Gefiltert kann jeder. Instagram gaukelt seinen Usern die Perfektion der Menschheit vor. Das wahre Gesicht der Menschen vergräbt sich hinter unzähligen Filtern, die vielleicht unschöne aber authentische Version der Menschen findet wenig Beachtung. Ein Ausweg aus der unschönen Realität, eine Möglichkeit in eine für sich selbst perfekte Welt. Es findet eine Anpassung an die Vorbilder aus Film und Fernsehen statt. Jeder kann durch Instagram zum schönen, ja zum perfekten Menschen werden. Doch was steckt hinter den Filtern? Die durch die Sternchen der Medien vorgelebte Perfektion, ist für den „Normalo“ doch eher schwer zu erreichen. Hinter den Filtern steckt also ein Mensch der verzweifelt versucht sich an die multimedial vorgelebte Perfektion anzupassen. Also ein Mensch, der im Grunde eingeschüchtert von der Schönheit anderer versucht sich anzupassen, die Authentizität bleibt dabei auf der Strecke.

Snapchat hingegen gibt uns die Möglichkeit, sogenannte Stories in Echtzeit zu teilen aus dem Alltag entweder mit all unseren Followern oder aber nur mit ausgewählten Freunden. Der Vorteil: Ich kann bestimmen, wer meinen Content sieht und wie lange, denn Snaps können nur einmal angesehen werden. Aber auch hier sind Social-Media-Stars auf dem Vormarsch. Sie nutzen Snapchat gezielt, um authentischer und „näher“ am #reallife zu sein. So geben sie ihren Followern das Gefühl, ein Freund zu sein und am Privatleben teilhaben zu können, obwohl man die Person gar nicht kennt. Auch hier ist natürlich zu beachten, dass jeder selbst entscheidet, welchen Moment aus seinem Alltag er selber snapt. Snapchat beweist Humor, aber auch so etwas wie Mut zur Hässlichkeit. Stories so lebensecht, wie die User die sie posten. Wahre Momentaufnahmen, die quasi live mit allen geteilt werden. Ohne große Vorarbeit, durch das verändern von Bildern, fast bist zur Unkenntlichkeit des ursprünglichen Bildes. Auch der Humor spielt dabei eine einzigartige Rolle. Filter, die einen mit großen Hundeohren und einer langen Zunge zu zeigen, bis hin zu Halloween Version, die den User schon mal wie einen Zombie aussehen lassen. Mit Humor und Hässlichkeit gegen die vorgegaukelte perfekte Realität. Rohaufnahmen, die die User zeigen, wie sie sind, die sich selbst auf den Arm nehmen, oder durch den Zombieeffekt selbst hässlich machen. Das bedeutet Authentizität.

Als Fazit lässt sich also sagen: Instagram inszeniert eine Person regelrecht, das heißt, hier steht die gezielte Selbstdarstellung als Kunstform im Vordergrund. Snapchat hingegen soll spontane Momentaufnahmen aus dem Hier und Jetzt festhalten. Social Media-Apps – gerne, aber immer mit dem richtigen Filter und einem Augenzwinkern!

#reallife - snapchat vs. Instagram

#reallife – snapchat vs. Instagram